08.07.2012 13:30

Die Knete schwebt!

Liebe Leserin, lieber Leser,

im Volksmund nennt man hierzulande die Erfindungen der Fiatgeldsysteme - kurz Euro oder auch Dollar - gerne auch Knete.

Dabei ist es das Bestreben sehr vieler Menschen in der Welt, möglichst viel von dieser Knete abzubekommen und sich damit die Taschen - und später die Einkaufstüten - vollzustopfen. Je mehr Knete umso besser...

Das Problem: Die Papierknete ist nichts für die Ewigkeit - und erst recht bringt sie keine Erleuchtung - ganz im Gegenteil.

Dieser Tage durfte ich beobachten, wie ein junges, fröhliches und kluges Mädchen im Grundschulalter mir vorführte, dass Knete - gemeint war in diesem Fall jene bunte Knete der Kinder, die sich modellieren und zu allerlei Figuren und Formen verformen lässt - schweben kann. Ihr gelang eine fast perfekte Illusion mit einfachen Tricks, die sie selber hervorzauberte und entdeckt hatte.

Plötzlich fiel die Knete nicht mehr vom Himmel auf den Boden, sondern schwebte in ihren Händen. Vielsagend beschwörte sie ihre Hände:

"Hex, Hex - die Knete schwebt!"

 - murmelte sie,  während sie die Knete in ihren Händen frei über dem Boden bewegte - und den Eindruck erwecket als würde diese schweben. Das dieses kleine Kunststück ihr sichtlich Freude bereitete wahr unverkennbar und wunderbar anzusehen. Die Vorführung dieses raffinierten Tricks, den sich dieses Mädchenselber ausgedacht hatte, wies zweifelsohne Parallelen zu den Vorkomnissen an den Finanzmärkten in der letzten Woche auf - nur mit dem Unterschied, dass die Finanzmarktakteure der EZB unter Draghi, wie auch andere Politprotagonisten in unseren Land und ganz Europa, die Knete der Menschen im Fegefeuer der Korruption versenken. 

So versuchte "Supermario" - alias Draghi - als angestellter Chefillusionist  der EZB sich ebenfalls mit einem Zaubertrick - nämlich in Form einer Leitzinssenkung von 0.25% am vergangenen Donnerstag. Der Trick ging jedoch gründlich daneben - und der Euro ging weiter ohne Gegenwehr bis zum Wochenschluss in die Knie.

Schweben sieht anders aus - denkt man sich als Zaungast dabei - und damit ist der Euro weiter auf dem Weg in Richtung Parität zum US-Dollar.

Nun hat das was die EZB macht schon lange nichts mehr mit Zauberei - geschweige denn mit solider und unabhängiger Finanz- und Geldpolitik zu tun, sondern ist vielmehr Ausdruck der  Verzweifelung und Ratlosigkeit eines immer mehr an Vertrauen verlierenden Geldsystems in Europa, wo grosse Kapitalströme fluchtartig seit Wochen und Monaten bereits ihr Heil in soliden Staatsgemeinschaften suchen. Entsprechend wertet die Knete aus (T)euroland auch somit gegenüber den Edelmetallen Gold und Silber weiter ab.

Die Leitzinssenkung kam in einer Phase - in der bereits die Gold und Silbernotierungen erneut anzogen und sich anschickten das Lügenkonstrukt des Euros und des Dollars, wie auch anderer Fiatmoneysysteme, zu entlarven. So stieg der Goldpreis zwischenzeitlich auf 1630 US$, ebenso wie die Silbernotierungen anzogen un drohte den Eliten ausser Kontrolle zu geraten.

Für manche US-Investmentbank - allen voran JP Morgan mit seinen gigantischen Shortpositionen auf Silber - dürfte dies ein Dorn im Auge gewesen sein, so dass man den Goldman Sachs gesandten Supermario bei der EZB offenbar doch nun in die Pflicht nahm mittels einer Leitzinssenkung den Gold und Silberpreis zu drücken, in dem man den Euro durch sinkende Zinsen schwächt und den Dollar dafür im Gegenzug als ebenso bankrottes Zahlungsmittel - mit Blick auf den Zinsspread zwischen den USA und Europa - ebenfalls - allerdings nur zum Schein "aufwertet" um damit Druck auf Gold und Silber als die letztendlich langfristig einzig vertrauenswürdigen Zahlungsmittel - auszuüben.

Der Effekt hielt so denn auch rund 24 Stunden an und Gold und Silber schwächelten bis Freitag nachmittag um dann gegen Handelsende gegenüber Papierwerten wieder weiter aufzuwerten.

Die Knete der EZB will - wen wunderts - offenbar keiner mehr haben, erst recht nach der jüngsten Leitzinssenkung und den nicht gedeckten Zahlungsversprechen der bankrotten Staaten von Europa. Der Euro befindet sich nun mehr ebenso wie der US-Dollar in einer sich verselbstständigenden Vertrauens und sich verstetigenden Systemkrise. Das der Dollar dabei als Knetmasse letztenende ebenso wenig taugen wird, werden die meisten erst am Ende merken - beim Showdown der Schneeballsysteme aus Euro, Dollar, Yen und wie sie alle heissen. Der Euro ist dabei eine Kopie des US-Dollars zu werden - wertlos und aus dem nichts erschaffen.

Während in den USA wenigsten bankrotte Bundesstaaten auch bankrott gehen, herrscht in Europa hingegen weiterhin die unsinnige Kultur und katastrophale Ansicht alles und jeden Bankrotteur retten zu wollen - letzten Endes mit der Knete unserer Kinder und Kindeskinder, unserer Ersparniss und Altersrückstellungen.

Dabei wird man auch weiterhin versuchen die Knete schweben zu lassen und aus der gegenwärtigen Liquiditätsfalle mit Billionen an Euros und Dollars in Anleihen und Derivaten - kann sich dann recht schnell zukünftig ein Anlagenotstand entwickeln, spätestens wenn die Knete der Staatsanleihen der bankrotten Staaten von Europa der Schwerkraft folgend in Griechenlandmanier anfängt in die Tiefe zu fallen. Vorher werden die Illusionisten der Märkte und Medien noch versuchen mit weiteren Zaubertricks, wie ESM, EFSF usw. die Knete schweben zu lassen, während man die EUDSSR in Europa einführt - komme was wolle.

Bekanntlich kehrt die Zahnpasta nicht zurück in die Tube - im Gegenzug muss man jedoch feststellen, dass die Knete am Ende der Schwerkraft folgt - und nur wer sich bückt und bereit ist echte Knete - und kein Falschgeld - aufzuheben, kann auch zukünftig an den Ereignissen und Erungenschaften dieser Welt teilhaben - entsprechendes Augenmass vorrausgesetzt.

Als Halter von Reichsschulden wird am Ende kein Staat zu machen sein. Gleichwohl erscheint es noch zu früh den Bund Future zu shorten - denn dieser kann wie bereits vor mehr als 4 Jahren auf der alten Webpräsenz im Premiumbereich ausgeführt - zukünftig noch weitere Allzeithochs generieren - vor allem, wenn Deutschland aus dem Euro austreten sollte, was inzwischen seitens der Kursentwicklung bei den 2-jährigen Staatsschuldverschreibungen angenommen werden muss.

Man darf gespannt sein, welche Zaubertricks man sich noch seitens der Eliten ausdenkt um die Knete schweben zu lassen.

Es darf aber bezweifelt werden, dass die Zaubertricks der Eliten in Europa und der Welt, ähnliche Bewunderung wie die Zauberkünste des jungen Mädchcens diese Woche auslösen werden.

Dazu müsste die Besucher des Kindergartens in Berlin erstmal erwachsen werden. Ob das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe sich auch zukünftig vom Kindergarten in Berlin an der Nase herumführen lassen wird darf hingegen bezweifelt werden.

Denn am Ende wird das Volk das letzte Wort haben - und die nach Hochverrat zum Himmel stinkenden Beschlüsse der Lakaien der Eliten entsprechend ahnden.

Wie sowas aussieht durfte Mussolini selber zusammen mit seiner Frau im letzten Jahrhundert an einer Laterne erfahren.

Viele Grüsse und passen Sie auf ihre Knete auf.

Ihr.

Cord Uebermuth.

 

 

 

 

 

 

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Ihr.

Cord Uebermuth.

 

Link - Weltraumwetter

 

 


 

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