20.01.2011 01:02

Der Tod als Neuanfang

Liebe Leserin, lieber Leser,

ich war heute den ganzen Tag unterwegs und bin gerade erst aus Aachen wieder in Düsseldorf angekommen.

Es war ein schöner Tag, wechselhaft und von allem war etwas dabei - egal ob Sonne, ob Regen, glückliche Kinderaugen oder der ganz normale Wahnsinn auf der Autobahn.

Zurück ging es per Zug - die Fahrt dauerte fast 1 1/2 Stunden - genug Zeit also um die Gedanken ein wenig schweifen zu lassen, Dinge Revue passieren zu lassen, in sich zu gehen und nach dem Sinn des Lebens zu fragen...

Nun - ein allgemeingültige Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens gibt es nicht - denn die Sinnhaftigkeit der eigenen Existenz muss jeder Mensch für sich selbst herausfinden. Erst recht in einer Zeit in der die Allgemeinheit - und die Politik im besonderen - stets zuerst nach dem Nutzen fragt. Doch im Grunde ist die Frage nach dem Nutzen nutzlos - sie bringt die Menschheit und den Menchen nicht weiter - vor allem dann nicht wenn ihr tun und handeln keinen Sinn ergibt.

Manche Menschen klettern gerne auf Berge - ja sie sind geradezu besessen die Gipfel dieser Riesen zu erklimmen. Ein der bekanntesten Vertreter dieser Zunft ist Reinhold Messner, dessen Lebensgeschichte und Ansichten in vielerlei hinsicht manch einem in den Führungsebenen der Staaten und der Zentralbanken ganz gut tun würden - vor allem wenn es um die Frage des Scheiterns geht.

Reinhold Messner verlor 1970 seinen Bruder am Nanga Parbat und überlebte selbst nur knapp beim Abstieg vom Achttausender mit zahlreichen Erfrierungen. Er hatte lange nach dieser Expedition mit dem Tod seines Bruders zu kämpfen, für den er sich schuldig fühlte - doch irgendwann kam ihm die Einsicht das im Tod auch ein Neuanfang steckt.

Von Reinhold Messner stammt auch die Erkenntnis, dass Gewinnmaximierung nicht nur darin liegen kann, dass wir von allem immer nur mehr haben wollen. So verbrauchen wir in einem Jahrhundert die Energie die in unzähligen Millionen den von Jahren gespeichert worden ist. Er stellt dabei treffend fest, dass die Gewinne daraus nicht genutzt werden um neue Energieformen zu entwickeln. Stattdessen verbrauchen wir sie. Für immer.

Wir haben einen Lebensstandard erreicht, der wahrscheinlich der höchste ist, den die Menschheit je erreicht haben wird. Sicher funktioniert unser System. Rein wirtschaftlich gesehen. Wenn wir aber nicht lernen freiwillig zu verzichten, werden wir zum Verzicht gezwungen werden... Treffender Weise stellte Reinhold Messner dies bereits im Jahre 2000 fest.

Damals wurde ihm von seinen Kritikern "ideologischer Wahnsinn" vorgeworfen. Heute sind seine Ansichten, die viele Jahre vor Ausbruch der Krise geäussert wurden bereits Realität und akuteller als je zuvor: Es wird Verzichtsdenken in subtiler Form eingeführt um andereseits den Erfolg zu maximieren und zugleich am ideologischen Wahnsinn des Euros und andere Schuldpapiersysteme festgehalten, der angeblich Gewinn für die Menschen verheissen soll...

Doch gewinnen wir, die Menschen dadurch wirklich? Noch versucht eine global aufgestellte Beschwichtigungsindustrie die Spielregeln aufzustellen. Doch was ist, wenn die Menschen, das Volk anfängt sich seine eigenen besseren und neuen Spielregeln zu geben? Was ist, wenn alle anfingen ihr Auto stehen zu lassen und stattdessen spazieren zu gehen, auf das Telefon und den ewig laufenden Fernseher und den Ipod zu verzichten? Was passiert, wenn alle sich dazu durchringen, den ideologischen Wahnsinn, der durch die Medien tagein tagaus propagiert wird, kurzerhand zu beenden - allein schon um ihres Seelenheils willen. In diesem Augenblick könnten neue Werte in unser aller Leben treten, Werte die Rücksicht auf die Seele der anderen und unsere eigene Seele nehmen. Wir könnten uns der Stille, der Harmonie und der Ruhe bewusst werden... Wäre das nicht eine neue Form der Lebensqualität?

Wahrscheinlich würde es sogar gespenstig ruhig werden - man stelle sich mal leere Autobahnen vor und stattdessen Völker, die in Harmonie, Frieden und gegenseitige Rücksichtnahme neue Ideen entwickeln. Völker in denen jeder Einzelne anfängt seinem eigenen Leben einen Sinn zu stiften - und den Sinn des Lebens für sich selber herauszufinden. Jenen Sinn, der nicht von aussen uns aufdoktriniert und übergestülpt werden kann. Einen Sinn, den nur sie selbst für sich erfahren können. Um die Sinne geht es im Leben und um den Sinn, dem Sie ihrem eigenen Leben geben können - dazu braucht man nicht erst eine Nahtoderfahrung oder auf hohe Berge steigen - es geht auch bereits viel einfacher. Überlegen Sie mal, welche neue Qualitäten in ihr Leben Einkehr halten, wenn sie den gewohnten Alltagstrott verlassen,, etwas ungewöhnliches tun, was sich sich aus Angst heraus vielleicht nie getraut haben, in sich gehen, oder aus sich heraus gehen. Es gibt soviele Möglichkeiten. Nutzen Sie diese. Vielleicht wird ja was gutes draus...

Eine Währungsreform ist a prioir nichts schlimmes - zumindest nicht für jene die sich rechtzeitig darauf vorbereiten - im Gegenteil sie schafft etwas nutzloses ab und öffnet die Pforten für etwas neues. Mit dem nötigen Mut kann dadurch viel gutes entstehen...

Wir müssen nur die Berge versetzen - nicht nur die Schuldenberge - sondern auch die Berge im Bewusstsein in uns selbst und insbesondere in der  gegenwärtigen Machtelite, die eigentlich fast ein reiner Männerclub ist, der offenbar das Gespür für die Sinnhaftigkeit ihres Tuns schon längst abhanden gegangen ist...

 

Herzliche Grüsse.

Ihr

Cord Uebermuth.

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Ihr.

Cord Uebermuth.

 

Link - Weltraumwetter

 

 


 

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